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Treue ein Leben lang: Vom Liebesschwur der Wölfe


Wolfsrüde und Wolfsfähe beim Schmusen
Eine Liebe für immer: Wolfsehepaar beim Liebkosen. Foto: Brigitte Sommer

Ein Leben lang treu bleiben? Bei Menschen ist das oft so eine Sache, denn die nehmen es mit der Treue oft nicht so ernst. Dafür gibt es im Tierreich einige Arten, für die es selbstverständlich ist, seinem Partner die Treue zu halten. Dazu zählen auch die Wölfe. Für sie ist es ganz normal, dass sie ihrem Partner ein Leben lang zur Seite stehen. Das kann in der Wildnis auch wichtig sein, um zu überleben. Etwa zwei Prozent aller Säugetiere binden sich fürs Leben. Bei Vögeln sind es circa vier Prozent.


Die lebenslange Partnerschaft der Wölfe zeigt das außergewöhnliche soziale Verhalten dieser Tiere und ihre tiefen, emotionalen Bindungen. Sie leben in engen Familienverbänden, bekannt als Rudel, jagen gemeinsam, erziehen ihre Welpen und beschützen ihr Gebiet. Die gemeinsame Aufzucht der Welpen erforderte viel Zeit und Energie, was die Notwendigkeit einer dauerhaften Partnerschaft erhöht. Zudem sichert diese Bindung eine stabile Führung innerhalb des Rudels und fördert die soziale Kooperation, was die Überlebenschancen aller Familienmitglieder verbessert.



Wolfspärchen beim Entspannen
Ein Wolfspärchen bleibt ein Leben lang zusammen. Foto: Brigitte Sommer

Wölfe achten akribisch darauf, dass sich kein fremder Wolf ihrem Territorium nähert. Der Rüde und die Fähe sind für die Führung des Rudels verantwortlich. Den „Alpha“- , „Beta“- und „Omega“-Wolf gibt es bei freilebenden Wölfen in Europa nicht. Diese Rangordnung kommt nur in Wildgehegen oder Zoos vor, wo die Wölfe nicht abwandern können.


Sobald sich ein Rüde und eine Fähe gefunden haben, weichen sie ein Leben lang nicht mehr voneinander ab, im Gegensatz zu vielen anderen Tieren, unter anderem unseren Hunden, die sich je nach Fortpflanzungszyklus oder Jahreszeit neue Partner suchen. Diese Bindung bei den Wölfen ist nicht nur auf die Fortpflanzungszeit beschränkt, sondern erstreckt sich über alle Facetten des Wolfslebens.


Deswegen ist es für die Wölfe besonders schlimm, wenn ein Partner illegal beseitigt wird oder eines natürlichen Todes stirbt. Forschungen haben ergeben, dass Wölfe, die einen Partner oder eine Partnerin verloren haben, sehr lange trauern.


Wolf mit seinen Welpen
Wolfseltern teilen sich die Erziehung der Welpen. Foto: Brigitte Sommer

Wissenschaftler vermuten, dass diese lebenslange Partnerschaft bei Wölfen aus einer Kombination von evolutionären und sozialen Faktoren resultiert. Die Partnerschaft der Wölfe hat aber nicht nur pragmatische Gründe. Beobachtungen haben gezeigt, dass sie eine starke emotionale Bindung teilen. Wölfe zeigen Zuneigung durch sanftes Berühren, Kuscheln und gegenseitiges Putzen. In Momenten der Ruhe und Entspannung suchen sie die Nähe zueinander und kommunizieren mit subtilen Körperbewegungen und Blicken.


In einer Zeit, in der Beziehungen oft flüchtig erscheinen, liefert die lebenslange Partnerschaft der Wölfe eine inspirierende Lektion über Engagement, Zusammenarbeit und Loyalität. Ähnlich leben u.a. auch Störche, Pinguine, Wale, Marderhunde, Elefanten, Papageien und Schwäne zusammen. Auch diese Tiere leben monogam und bleiben ein Leben lang zusammen.


Für unsere Arbeit und unsere Kindergartenaktionen könnt Ihr über folgende Kanäle spenden:


Oder per Überweisung auf folgendes Konto mit dem Betreff "Menschen für Wölfe":


Empfänger: Volker Vogel

Frankfurter Volksbank

Betreff: "Menschen für Wölfe"

IBAN DE65 5019 0000 6201 4903 57

BIC FFVBDEFF


Wir wünschen Euch noch einen schönen Tag!


Liebe Grüße


Brigitte + Volker



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