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Wölfische Langstreckenläufer



Jungwolf
Wo soll die Reise hingehen? Jungwölfe wie dieser hier müssen ihr Zuhause jetzt verlassen und sich ein eigenes Territorium suchen. Foto: Brigitte Sommer

Oft kennen die Jungwölfe die Menschen und andere Gefahren nicht, die auf sie warten, aber sie müssen sich jetzt von ihrem Zuhause verabschieden und sich ihr eigenes Zuhause suchen, weil sie Platz machen müssen für den Nachwuchs. Eine spannende, aber auch gefährliche Zeit, voller Abenteuer wartet auf sie. Auf der Suche nach einem neuen Territorium legen sie über Monate hinweg oft weite Strecken zurück. Da sie unerfahren sind, kreuzen sie bei ihren Wanderungen oft Autobahnen und Bundesstraßen und werden dabei leider bei Unfällen mit Autos getötet. Doch wenn sie Glück haben und die Gefahren umgehen können, führen sie ihre Wanderungen bis zu 2000 Kilometer in ihr neues Zuhause. Hier einige Beispiele.


Ein berühmtes Beispiel ist der Fall des OR-7-Wolfs, der im Jahr 2011 aus Oregon in den Vereinigten Staaten auswanderte und über 1.930 Kilometer durch Oregon und Kalifornien wanderte, bevor er sich in Süd-Oregon niederließ. Dies war eine der längsten dokumentierten Wanderungen eines Wolfs.




Jetzt ist wieder Paarungszeit bei den Wölfen. Der Rüde schnuffelt an der Fähe und weiß, dass sie bald bereit ist, um Babys zu machen. Foto: Brigitte Sommer

Auch ein Wolf aus dem Rudel Nordhorn in Niedersachsen mit der Kennung GW1909m machte sich auf den Weg. Genetische Proben ergaben 2023, dass er sich quer durch Frankreich bewegte und schließlich in der Nähe eines Dorfes im nordspanischen Katalonien ein neues Zuhause fand. 1240 Kilometer Luftlinie hatte er zurückgelegt und dabei alle Gefahren umschifft, die Wölfen oft zum Verhängnis werden.




Jetzt machen sich viele Jungwölfe wieder auf den Weg, um ein neues Zuhause zu finden. Foto: Brigitte Sommer

Wie die spanischen Wissenschaftler feststellten, sei das ein Beispiel dafür, wozu Wölfe fähig sind und wie anpassungsfähig sie auch sind, denn der Wolf musste auf seinem Weg große menschliche Siedlungsräume durchqueren. Für Wolfspopulationen seien solche langen Strecken wichtig, auch um Inzucht und genetische Isolation zu verhindern. So könnte es zu einem Austausch zwischen weit voneinander entfernt lebendem Wolfsrudeln geben.


Doch es geht noch weiter! Einen Wolf aus Graubünden in den Schweiz mit der Bezeichnung „M237“ , der mit einem GPS-Sender ausgestattet war, führte seine Reise über 1900 Kilometer bis in den Nordosten Ungarns. Dann verschwanden die Signale plötzlich, bis in der Nähe von Hidasnemeti der Peilsender in einem Fluss gefunden wurde. Bei Nachforschungen der ungarischen Polizei ergab sich, dass der Wolf illegal von dem neunjährigen Kind eines Jägers erschossen wurde. Der Vater hatte seinem Kind einfach das Gewehr zum Schießen übergeben. Mittlerweile wurde der Vater zusammen mit einem anderen Jäger verhaftet. Den beiden Männern wird Verbrechen gegen den Naturschutz und die Gefährdung von Minderjährigen vorgeworfen. Wölfe sind auch in Ungarn geschützt.




Ob er schon weiß, wohin ihn seine Reise führen wird? Bald muss auch er sich ein Gebiet suchen, in dem er eine eigene Familie gründen will. Foto: Brigitte Sommer

Solche weiten Wanderungen sind aber nicht die Regel. Die meisten Wölfe finden in näherer Umgebung ein neues Territorium, sie können pro Tag bis zu 80 Kilometer zurücklegen und auch unsere ländlichen und städtischen Gebiete durchlaufen, weil sie noch unerfahren sind und sich nichts Böses dabei denken. Sie wollen nichts von uns, scheuen den Kontakt zu Menschen und wollen nur weiterziehen. Die Panikmache, die in den Medien deswegen geschürt wird ist völlig unbegründet. Und wir Menschen sollten uns freuen, dass diese Wildtiere wieder den Weg in unsere Wälder gefunden haben.


Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, kann uns gerne etwas spenden. Unseren kleinen Comic, den wir bei unseren kleinen Wolfswanderungen und Veranstaltungen für Kindergärten kostenlos an die Kinder verteilen, könnt Ihr jederzeit gegen eine Spende von 10 Euro (beinhaltet Verpackung und Versandkosten) mit dem Vermerk "Wolfscomic" bestellen. Und so könnt Ihr spenden:

Es gibt drei Möglichkeiten:


Über gofundme:

Über Paypal:


Und über folgendes Konto:


Empfänger: Volker Vogel

Frankfurter Volksbank

Betreff: "Menschen für Wölfe"

IBAN DE65 5019 0000 6201 4903 57

BIC FFVBDEFF


WICHTIG: Wenn Ihr einen Comic möchtet, bitte eine Email mit Eurer Anschrift an menschenfuerwoelfe@pr-nanny.de senden, damit wir dem Betrag auch einer Adresse zuordnen und den Comic versenden können. Wer keine E-mail-Adresse hat, kann auf dem Überweisungsformular seine Anschrift mit angeben.


Ganz liebe Grüße von Brigitte + Volker

 

 

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